Über uns / Überblick

                                                            Einen Stein kann man zertrümmern,

aber man kann ihm nicht seine Härte nehmen

(Lü Bu We, 3. Jh. v. Chr.)

 

Warum beschäftigen wir uns mit der Vergangenheit, warum mit unserer Familiengeschichte, warum mit dem vergangenen Krieg? Weil das Vergangene, wie viele von uns ganz konkret erfahren haben, nicht wirklich vergangen und vorbei ist, nur von vielen verdrängt, verleugnet, in den Hintergrund geschoben. So bleiben wir im Schatten der Geschichte, als Gefangene unserer Prägungen durch die Vergangenheit.

Krieg bedeutet Trauma. Vergangene Traumata wirken weiter in uns, über die Generationen hinweg, das hat auch die neuere Forschung gezeigt. Lässt sich die Vergangenheit verarbeiten und “bewältigen”, indem man sich über sie austauscht, über sie schreibt, sie und ihre Folgen zum Ausdruck kommen lässt?

Wer das ausprobieren möchte, findet in Berlin Gelegenheiten dazu, z.B. Lesungen, Vorträge mit Gesprächen, Seminare und Workshops oder auch Gruppen, die sich regelmäßig treffen. U.a. darüber möchte diese Seite informieren. Sie wendet sich vor allem an die Kriegsnachkommen, wie z.B. die Nachkriegskinder und die Kriegsenkel.


Regelmäßig treffen sich in Berlin die offenen Gruppen für Kriegsenkel

Eine weitere, deutsch-polnische Gruppe ist die Frauengruppe

Sie ist eine geschlossene Gruppe, organisiert aber ab und zu auch offene Veranstaltungen, zu denen i.d.R. auch jüngere Frauen und Männer zugelassen sind.

Regelmäßige Veranstaltungen bietet auch die Stiftung ÜBERBRÜCKEN an, und zwar im Rahmen eines offenen Erzählcafés mit Gästen:

Besprochen werden v.a. die psychologischen und sozialen Kriegsfolgen. Die Stiftung ist aus dem Verein Südost Europa Kultur e.V. hervorgegangen, daher liegt ein Schwerpunkt auf den Folgen der Konflikte im ehem. Jugoslawien, aber auch andere Regionen und Zeiträume, v.a. auch die Folgen des 2. Weltkrieges, werden thematisiert. Weitere Informationen über internationale Aspekte des Themas finden sich auf der Seite Internationales.


Weiter werden auf diesen Seiten Veranstaltungen, die unsere Thematik berühren, angekündigt und Links zu Online-Foren und Websites, Organisationen und Institutionen angeführt, sowie über Medienbeiträge und einschlägige Literatur informiert. Schließlich werden Tipps für die Familienrecherche und Ahnenforschung zusammengestellt. Auch in den Sozialen Medien gibt es Gruppen, in denen man sich über das Thema austauschen kann.


Noch ein Hinweis: Diese Seite ist unabhängig, neutral und verfolgt keinerlei kommerzielle oder politische Absichten. Über kommerzielle Angebote zum Thema wird zwar informiert, es wird jedoch keinerlei Werbung betrieben. Die Arbeit an dieser Seite erfolgt auf rein ehrenamtlicher Basis.

Nach Möglichkeit werden ausschließlich seriöse und politisch unbedenkliche Veranstaltungen und Informationen berücksichtig, eine Gewähr kann jedoch nicht übernommen werden.